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New Yorker Stadtrat untersucht Marketing-Praktiken von Vorhersagemarkt-Plattformen für Minderjährige
Der Sprecher des New Yorker Stadtrats, Julie Menin, hat eine Untersuchung zu den Marketing-Praktiken von vier Vorhersagemarkt-Plattformen eingeleitet und am 12. August 2026 Briefe an Kalshi, Polymarket, Coinbase und Gemini Titan gesendet, in denen sie detaillierte Informationen über deren Werbemaßnahmen in New York und darüber anfordert, ob ihre Promotionen Minderjährige erreichen.
Die Briefe fordern Informationen über die Marketing-Praktiken der Plattformen, die New Yorker erreichen, insbesondere Marketing, das an junge Menschen gerichtet ist. Kalshi hat seinen Hauptsitz in New York City.
Die Untersuchung, von dem Rat bekannt gegeben, konzentriert sich darauf, ob die Werbemaßnahmen der Plattformen den Verbraucherschutzgesetzen der Stadt entsprechen. Der schärfste Fokus liegt auf Polymarket, das der Rat wegen Vorwürfen untersuchen wird, dass das Unternehmen soziale Medien-Influencer eingesetzt hat, um junge Erwachsene mit falschen und irreführenden Marketing-Taktiken zum Wetten auf Ereignis-Verträge zu verleiten. Die aufgeführten Taktiken umfassen nicht offengelegte Influencer-Partnerschaften, Videos, die nicht existierende Trades auf Websites zeigen, die wie Polymarket aussehen, fiktive Darstellungen von gewinnbringenden Wettbewerben, die in Wirklichkeit Verluste erzeugt hätten, und die Förderung von Insider-Handel.
Menin betrachtete die Untersuchung als Verbraucherschutzangelegenheit und nicht als Glücksspielregulierungsangelegenheit und verwies auf ihre eigene Vergangenheit als ehemalige Kommissarin für Verbraucherangelegenheiten der Stadt.
“Vorhersagemärkte locken Verbraucher aggressiv, um auf Sport, Politik, Kultur, Wetter und fast alles zu wetten. Wir weigern uns, zuzulassen, dass New Yorker, insbesondere unsere jungen Menschen, zu Kollateralschäden werden”, sagte Menin.
Was der Rat tun kann und nicht tun kann
Der Stadtrat hat keine Befugnis, Strafverfahren einzuleiten und kann keine Plattform selbst lizenzieren oder schließen.
Der Rat hat auch angekündigt, dass er die Einführung von Gesetzen in Betracht zieht, die eine verstärkte Durchsetzung, öffentliche Aufklärungskampagnen, Gesundheitsmaßnahmen und die Erhöhung oder Umverteilung öffentlicher Mittel zur Bekämpfung von Vorhersagemärkten ermöglichen, und er plant, eine öffentliche Anhörung zur Branche durchzuführen. Eine strukturelle Lücke befindet sich im Zentrum der Untersuchung: Die Marketing-Beschränkungen und Verbraucherschutzbestimmungen, die für Casinos und Online-Sportwetten in New York gelten, gelten derzeit nicht für Vorhersagemärkte, ein Punkt, den die Pressemitteilung des Rates ausdrücklich macht. Die Schließung dieser Lücke ist eine der Optionen, die geprüft werden.
Der Umfang des Marktes, der unter die Lupe genommen wird, ist groß. “Online-Vorhersagemärkte erleben einen Popularitätsboom, mit einigen Prognosen von 300 Milliarden Dollar Umsatz auf den Plattformen in diesem Jahr”, sagte der Ratsmitglied Harvey Epstein, Vorsitzender des Ausschusses für Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz.
Ein separates Gerichtsverfahren gegen die Glücksspielklagen des Staates
Die Untersuchung des Rates findet statt, während der Staat New York eine rechtliche Kampagne gegen die gleiche Branche intensiviert. Am 31. Juli 2026 reichten die Generalstaatsanwältin Letitia James und die Gouverneurin Kathy Hochul eine Klage gegen Kalshi ein, in der sie behaupten, dass die Plattform ein illegales, unlisziertes Glücksspielgeschäft im Staat betreibt. James hatte im April 2026 Coinbase und Gemini aus ähnlichen Gründen verklagt. Kalshi argumentiert, dass seine Ereignis-Verträge bundesrechtlich regulierte Derivate seien und dass die Commodity Futures Trading Commission die ausschließliche Zuständigkeit besitze, eine Position, die bereits zu Gerichtsverfahren in mehreren Staaten geführt hat, einschließlich einer föderalen Entscheidung, die Minnesotas Vorhersagemarkt-Verbot aussetzte, und Nevadas Schritt, der Kalshi auferlegte, seine Sportmärkte zu geofenzten.
Der Streit eskalierte am 11. August 2026, dem Tag vor der Aktion des Rates, als die CFTC ihre Notfallbefugnisse ausübte und Kalshi anwies, unter den Bundeskommoditätsanforderungen weiter zu operieren, trotz des Versuchs des Staates, sie zu schließen, wie Bloomberg Law berichtete. Kalshi und die CFTC haben getrennt Klage gegen New York vor einem Bundesgericht eingereicht.
Die Untersuchung des Rates umgeht die Frage, die im Zentrum dieser Fälle steht. Während die Staatsklagen fragen, ob Vorhersagemärkte überhaupt Glücksspiel sind, und der Bundesstreit fragt, wer entscheiden darf, fragt der Rat eine engere Frage: Was immer diese Plattformen sind, sind ihre Werbemaßnahmen rechtmäßig? Ratsmitglied Shekar Krishnan, Vorsitzender des Ausschusses für Aufsicht und Untersuchungen, formulierte es in der Pressemitteilung unumwunden und warf den Plattformen vor, “junge Erwachsene und Minderjährige mit irreführenden und manchmal offensichtlich falschen Marketing-Taktiken auszunutzen”.
Der Rat hat angekündigt, dass er eine öffentliche Anhörung zur Branche durchführen wird.











