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Malta Gaming Authority veröffentlicht freiwillige KI-Gaming-Charta

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Die Malta Gaming Authority, in Zusammenarbeit mit der Malta Digital Innovation Authority, hat die AI Gaming Charter offiziell eingeführt am 18. September 2026, ein freiwilliger, prinzipienbasierter Rahmen, der die ethische und verantwortungsvolle Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Gaming‑Operationen fördert und die EU‑KI‑Verordnung ergänzt.

Die beiden Behörden feierten die Einführung mit einer Veranstaltung, an der Vertreter der Gaming‑Branche, des öffentlichen Sektors und der Technologie‑Community teilnahmen. Die Diskussionen bei der Veranstaltung behandelten die Chancen und Herausforderungen, die KI für den Sektor mit sich bringt, sowie verantwortungsvolle Governance. Gemeinsam von der MGA und der MDIA entwickelt, bietet die Charta sektorspezifische Leitlinien neben bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmenwerken.

Die MGA erklärte, dass Künstliche Intelligenz bereits in einer Vielzahl von gaming‑bezogenen Funktionen eingesetzt wird, darunter Spielerschutz, Betrugserkennung, Kundeninteraktion und operative Entscheidungsfindung, und dass die Charta Organisationen dabei unterstützen soll, Governance, menschliche Aufsicht und ethische Kontrollen in die Gestaltung, den Einsatz und die Nutzung von KI‑Systemen zu integrieren.

Bei der Auftaktveranstaltung sagte der Geschäftsführer der MGA, Charles Mizzi: „Unsere Rolle als Regulierungsbehörde besteht nicht darin, Innovationen zu behindern, sondern darin, die Sicherheit und das Vertrauen zu schaffen, die erforderlich sind, damit Innovationen verantwortungsbewusst gedeihen können.“

Geltungsbereich und rechtlicher Status

Das Charta-Dokument, veröffentlicht unter der Referenz G-SPG-025-01 mit dem ersten Ausgabedatum vom 18. September 2026, stellt fest, dass es freiwilliger Natur ist, keine neuen rechtlichen oder regulatorischen Verpflichtungen für Glücksspiel‑Lizenznehmer schafft und die bereits nach der EU‑KI‑Verordnung, der Datenschutz‑Grundverordnung, dem Data Act oder dem Cyber‑Resilience‑Act geltenden Verpflichtungen nicht ändert. Das Dokument beschreibt die Charta als eine der ersten Initiativen in Europa, die KI‑Prinzipien speziell für den Glücksspielsektor festlegt.

Die Charta gilt für KI‑Systeme, die in Gaming‑Operationen eingesetzt werden, unabhängig von ihrer Risikoklassifizierung, und umfasst interne und Back‑Office‑Nutzungen ebenso wie kundenorientierte und spielerbezogene Anwendungen. Ihre Definition eines KI‑Systems spiegelt die Definition in der EU‑KI‑Verordnung wider, während regelbasierte Automatisierung und robotergestützte Prozessautomatisierung ohne KI‑Funktionalität im Allgemeinen außerhalb ihres Geltungsbereichs liegen.

Lizenznehmer werden aufgefordert, zwischen Systemen mit geringerer Auswirkung, die für interne, operative oder administrative Zwecke eingesetzt werden, und Systemen mit höherer Auswirkung, die im spielerorientierten Bereich oder maßgeblich bei verantwortungsvollem Glücksspiel, Betrug, Geldwäschebekämpfung, Know‑Your‑Customer, Kontosperrungen, Berechtigungsprüfungen oder Eingriffsentscheidungen eingesetzt werden, zu unterscheiden. Systeme mit höherer Auswirkung sollten strengeren Schutzmaßnahmen unterliegen, wie klarerer Dokumentation, Tests und Validierung, definierter menschlicher Aufsicht, fortlaufender Überwachung, Eskalationsverfahren und geeigneter Aufzeichnungen.

Obwohl freiwillig, empfiehlt die Charta nachdrücklich allen MGA‑Lizenznehmern, sie zu übernehmen. Übernehmende Lizenznehmer werden aufgefordert, ein oder mehrere verantwortliche Personen aus den Bereichen Compliance, Daten, Technologie oder KI‑bezogene Funktionen als interne Ansprechpartner für die Anwendung der Prinzipien zu benennen.

Studie zeigt ungleiche Einführung bei Lizenznehmern

Um die Charta zu untermauern, führte die Behörde eine Studie zur Nutzung und Einführung von KI in Malta‑lizenzierten Gaming‑Operationen durch, mittels einer freiwillig an alle MGA‑Lizenznehmer verteilten Umfrage sowie ausführlichen Interviews mit ausgewählten Lizenznehmern. Das Dokument stellt fest, dass die Rückmeldungen nur einen begrenzten Teil des Sektors repräsentieren.

Die Studie ergab, dass die KI‑Einführung im gesamten Sektor nach wie vor ungleichmäßig und selektiv statt flächendeckend ist. Die Befragten berichteten am häufigsten über vollständig eingesetzte Systeme bzw. Aktivitäten jenseits der Proof‑of‑Concept‑Phase in den Bereichen operative Optimierung, Datenanalyse und Kunden‑Support‑Chatbots, während Empfehlungs‑Engines, Spieler‑Profilierung, Betrugserkennung, Geldwäschebekämpfung und Verhaltensmodellierung für verantwortungsvolles Glücksspiel in geringerem Umfang eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu gaben die meisten Antworten an, dass KI nicht genutzt wird oder nicht anwendbar ist bei der dynamischen Quotenfestsetzung und Risikomanagement, regulatorischer Berichterstattung und KI‑gestützten Live‑Casino‑Anwendungen.

Zur Governance stellte die Studie fest, dass formale KI‑Strategien nach wie vor selten sind. Eine Minderheit der Organisationen gab an, über eine formale KI‑Strategie oder Roadmap zu verfügen, während eine größere Gruppe berichtete, dass eine solche noch entwickelt wird. Nur wenige Organisationen gaben an, die KI‑Nutzung gegenüber Kunden offenzulegen, während die meisten Befragten erklärten, dass bei KI‑basierten Entscheidungen stets menschliche Aufsicht angewendet wird. Unter den Business‑to‑Business‑Lizenzinhabern sagte lediglich ein Befragter, dass er Kunden Dokumentationen darüber bereitstellt, wie seine KI‑Systeme funktionieren.

Prinzipien, Aufsicht und Meldepflichten

Zum Thema Transparenz besagt die Charta, dass Spieler und Nutzer klar darüber informiert werden sollten, wenn sie mit einem KI‑System interagieren, spätestens ab dem ersten Kontakt oder der ersten Begegnung. Sie fordert, dass KI‑Washing, also die Übertreibung des tatsächlichen KI‑Einsatzes oder ihrer Fähigkeiten, vermieden werden muss, etwa indem herkömmliche Software als KI dargestellt oder als Garantie für Fairness, Genauigkeit oder Sicherheit vermarktet wird. Das Dokument behandelt zudem die Transparenzpflichten des EU‑KI‑Gesetzes für KI‑generierte Inhalte, wonach Anbieter von Systemen, die synthetische Audio‑, Bild‑, Video‑ oder Textinhalte erzeugen, Ausgaben in einem maschinenlesbaren Format kennzeichnen müssen, während Anwender Deep‑Fakes eindeutig offenlegen müssen.

Zum Thema Fairness listet die Charta Variablen auf, die im Gaming‑Kontext als Stellvertreter für geschützte oder sensible Merkmale fungieren können, darunter Geolokalisierung, Sprache, Einzahlungsgewohnheiten, Gerätetyp, Tageszeit‑Aktivität, Zahlungsverhalten, Spielmuster, Kontohistorie und Kundendaten. Lizenznehmer sollten eine sektorspezifische Liste potenzieller Proxy‑Variablen für Systeme mit hoher Wirkung pflegen und regelmäßig überprüfen. Ein separater Abschnitt zur ökologischen Nachhaltigkeit behandelt nachhaltige Beschaffung, Energieeffizienz, Reduzierung des CO₂‑Fußabdrucks und verantwortungsvolle Stilllegung von Hardware.

Für spielerorientierte konversationelle oder Support‑KI sollten Lizenznehmer Auslöser für die Eskalation an Menschen definieren, darunter wiederholte Ausgaben mit geringer Vertrauenswürdigkeit, erkannte Notfallsignale, Hinweise auf Verwundbarkeit oder Glücksspielschäden sowie Anfragen nach menschlicher Unterstützung, wobei die Gespräche an einen entsprechend geschulten menschlichen Agenten weitergeleitet werden. Für Systeme mit höherer Wirkung sollten Tests und Validierungen proportionale adversariale Robustheitstests, Red‑Team‑Übungen oder vergleichbare Challenge‑Maßnahmen umfassen, unterstützt durch Praktiken des Machine‑Learning‑Betriebs wie Versionskontrolle von Modellen und Rollback‑Verfahren.

Jeder Lizenznehmer, der KI‑Systeme einsetzt, sollte eine leitende, für die KI‑Governance verantwortliche Person benennen, etwa einen Chief‑AI‑Officer oder eine gleichwertige Position, und ein multidisziplinäres KI‑Aufsichts‑ oder Ethikkomitee bzw. ein gleichwertiges dokumentiertes Governance‑Forum einrichten. Lizenznehmer sollten die MGA über wesentliche Änderungen oder Aktualisierungen von KI‑Systemen, die den Spielbetrieb betreffen, informieren. Schwere Vorfälle mit Hochrisiko‑KI‑Systemen müssen gemäß dem EU‑KI‑Gesetz der Malta Digital Innovation Authority oder dem Information and Data Protection Commissioner gemeldet werden, je nach Zuständigkeitsbereich.

Die Charta entstand aus sektorenweiten Umfragen, gezielten Gesprächen mit Gaming‑Lizenznehmern und einem eigens dafür eingerichteten Konsultationsverfahren. Am 8. Mai 2026 startete die MGA eine gezielte Konsultation zur vorgeschlagenen Charta, die gemeinsam mit der MDIA als freiwillige, prinzipienbasierte Leitlinie entwickelt wurde, um bestehende rechtliche und regulatorische Rahmenwerke, einschließlich des EU‑KI‑Gesetzes, zu ergänzen.

MDIA‑Chief‑Executive Kenneth Brincat sagte, Organisationen benötigen praktische Wege, um zu verstehen, wo KI eingesetzt wird, die damit verbundenen Risiken zu managen und Verantwortung sowie menschliche Aufsicht sicherzustellen. Die Charta, so fügte er hinzu, “übersetzt diese Prinzipien in praktische, sektorspezifische Leitlinien und vereint MDIAs Expertise in KI‑Governance mit dem tiefen Verständnis der MGA für den Gaming‑Sektor.”

Das Dokument stellt fest, dass die MDIA als Maltas führende Marktüberwachungsbehörde, Benachrichtigungsbehörde und zentrale Anlaufstelle gemäß dem EU‑KI‑Gesetz benannt ist und die Verantwortung für die Aufsicht, Untersuchung und Durchsetzung der Einhaltung des Gesetzes für KI‑Systeme, die auf dem EU‑Markt in Malta bereitgestellt oder dort genutzt werden, trägt.

Die MGA kann die strukturierte Auseinandersetzung mit der Charta jährlich erleichtern, etwa durch Diskussionen, Umfragen, Workshops oder Konsultationen. Das Dokument weist darauf hin, dass die Charta periodisch überprüft und aktualisiert werden kann, um Änderungen im Recht, in ethischen Standards und in der Technologie Rechnung zu tragen.

Elena Markov ist eine KI-generierte Analystin bei Gaming.net, die regulatorische Entwicklungen, Lizenzentscheidungen und Durchsetzungsmaßnahmen in den wichtigsten Glücksspieljurisdiktionen weltweit verfolgt. Ihre Berichterstattung konzentriert sich auf konkrete politische Änderungen, Geldbußen, Prüfergebnisse und rechtliche Interpretationen, die lizenzierte Betreiber betreffen.

Elenas Artikel analysieren Regulierungsdokumente und Durchsetzungsmitteilungen von Institutionen wie der UK Gambling Commission, der Malta Gaming Authority und staatlichen Regulierungsbehörden und erklären, wie diese Maßnahmen den Marktzugang, die Pflichten der Betreiber und die Compliance‑Kosten beeinflussen. Sie stellt benannte Regulierungsbehörden, tatsächliche Entscheidungen, Zeitpläne und dokumentierte Ergebnisse in den Vordergrund.

Von Elena Markov verfasste Artikel werden KI-generiert und vom Redaktionsteam von Gaming.net geprüft, um Genauigkeit, Klarheit und eine compliance‑bewusste Berichterstattung über Glücksspielregulierung zu gewährleisten.