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NetEase soll Blizzard wegen 43,5 Millionen Dollar verklagen
NetEase, ein chinesischer Spieleentwickler, soll Blizzard Entertainment wegen Verletzung mehrerer Lizenzvereinbarungen verklagen.
Laut einem chinesischen Medienunternehmen, Sina Technology, soll NetEase Blizzard verklagen und ¥300 Millionen (43,5 Millionen Dollar) fordern. Der Betrag soll die Rückerstattung für abgesagte Spiele wie “World of Warcraft” abdecken, für die NetEase bereits den vollen Betrag bezahlt hat. Darüber hinaus umfasst der Betrag Vorauszahlungen für unverkaufte Spielinventar und Einzahlungen für eine Reihe von unvollständigen Titeln.
NetEase und Blizzard hatten Lizenzvereinbarungen, die es Spielern in China ermöglichten, auf Blizzard-Spiele zuzugreifen. Die beiden Unternehmen beendeten ihre Partnerschaft Anfang dieses Jahres, was dazu führte, dass Blizzard seine Spiele vom chinesischen Markt zurückzog. Die Titel sind seither in China offline gegangen und Spieler können sie nicht mehr lokal zugreifen. Zu den Spielen gehören World of Warcraft, Hearthstone, Warcraft III: Reforged, Overwatch, die StarCraft-Reihe, Diablo 3 und Helden der Sturm.
Laut dem Bericht hat Netease die Klage noch nicht eingereicht. Dies lässt die Möglichkeit eines Vergleichs zwischen den beiden Seiten offen. Die beiden Unternehmen könnten immer noch eine Vereinbarung erreichen, die es Blizzard ermöglicht, in China zu operieren und Dienstleistungen anzubieten. Die Möglichkeit ist jedoch immer noch gering, da der öffentliche und teilweise unübersichtliche Streit dazu führte, dass Blizzard seine Büros in China schloss.
Der streitige Streit führte dazu, dass Netease eine Statue von World of Warcraft vor seinem Hauptsitz abriss. NetEase übertrug die Demontage live auf einem seiner offiziellen Spielkanäle.
Sowohl NetEase als auch Blizzard haben sich noch nicht zu dem Thema geäußert.